Lillet Journal
Der Blog zum AMD Design Workshop

Großes Finale des Lillet AMD Design Workshops!


Nach über drei Monaten Fertigung werden die Lillet Seidentücher der Öffentlichkeit präsentiert und das Gewinner-Design offiziell gekürt!

Zum Ende des Workshops wählte die Jury schließlich das Gewinner-Design: eine Kreation, die Stilsicherheit, Moderne, Frische und das Außerordentliche vereint.

Neben einem Preisgeld für die drei erstplatzierten Teams wird das Gewinner-Tuch produziert und über den Düsseldorfer Online-Shop Jades24.com ab Ende August angeboten.

Für die Präsentation der sechs finalen Lillet Seidentücher und des Gewinner-Designs gab es wohl keinen geeigneteren Ort als den Catwalk der „Düsseldorf Designers“ presented by Fashion Net Show auf der Platform Fashion am Samstag, 23. Juli 2016.

Steven Zeh Photography // www.stevenzeh.deDas Lillet Gewinner-Seidentuch.

„Flavors – Design Strawberries“ by Jana Gronau und Antonia Sell

 

 

Nina Schwichtenberg von Fashiioncarpet.com

Interview mit Nina von Fashiioncarpet.com


  1. Wie kam es zu der Kooperation mit Lillet?

Das war ehrlich gesagt eine Anfrage, die über meine damalige Agentur reinkam. Lillet hat jemanden gesucht, der an dem Projekt mit der AMD teilnimmt, den Gestaltungs- und Entwicklungsprozess dokumentiert und dann auch in der Jury sitzt. Diesen gesamten kreativen Prozess zu verfolgen klang für mich wahnsinnig spannend. Ich habe ja Mode, Textil und Germanistik studiert und musste während meines Studiums eben auch immer mal wieder ein bisschen designen. Aber längst nicht so professionell wie das, was die Studenten an der AMD machen. Ich klebe meine Knöpfe zum Beispiel alle an (lacht).

Vor allem, dass man den ganzen Ablauf von einer Anfangsidee bis hin zum Endverbraucher mitbekommt und das Produkt dann nachher auch zu kaufen ist, finde ich sehr interessant. Deshalb habe ich der Kooperation zugestimmt.

  1. Haben Sie schon mal mit Studenten zusammengearbeitet oder wurden Sie bereits mit Studentenarbeiten konfrontiert?

Nein, ich glaube das ist tatsächlich das erste Mal. Zwar hat man sich während meines eigenen Studiums auch immer mal gegenseitig beurteilt. Aber, dass ich als außenstehende Instanz in einer Jury Arbeiten von Studenten bewerte, das ist tatsächlich das erste Mal. Bevor das Projekt startete, war ich auch etwas aufgeregt, da der Altersunterschied zwischen den Studenten und mir ja nicht so groß ist. Ich habe mir gedacht: „Ok, was denken die jetzt, wenn ich was zu ihren Arbeiten sage? Akzeptieren sie das oder kommt das irgendwie falsch rüber und denken dann‚ „Was denkt sie, wer sie ist“?“ Da habe ich mir schon ein paar Gedanken im Vorfeld gemacht.

  1. Haben Sie generell schon einmal in einer Jury gesessen?

Ja, ich war bereits in einer Jury für Nachwuchsmodels in München. Damals war ich in Vertretung für ein Printmagazin, bei dem ich früher gearbeitet habe, dort. Im Moment bin ich auch noch parallel in der Jury eines Wettbewerbs von einem Modeunternehmen, bei dem Nachwuchsmodels einen Modelvertrag und direkt auch ein Shooting mit eben diesem Modeunternehmen gewinnen können. Aber designbasierend war ich bis jetzt noch in keiner anderen Jury.

  1. Haben Sie Kriterien, auf die Sie besonders achten?

Mir ist vor allem die Story hinter einem Produkt wichtig. Ich bin kein Fan von plumpem Productplacement, das funktioniert für mich als Blogger überhaupt nicht. Deswegen sind mir bei den Designs der Tücher auch die Präsentation, die Intention, Inspiration und der kreative Beschaffungsprozess sehr wichtig. Schließlich werde ich das Tuch am Ende ja auch auf meinem Blog einbinden, in meinem Shop auf dem Blog anbieten und möchte natürlich auch was zu dem ganzen Hintergrund schreiben. Als Blogger ist für mich das Stylingpotenzial des Tuches natürlich ebenso relevant. Da muss man das Ganze eben auch aus der Marktsicht betrachten, ob es für den Endverbraucher konsumierbar ist, und nicht zu „abgespaced“ ist.

  1. Wie würden Sie das Tuch tragen, bzw. kombinieren?

Also, ich glaube die längliche Variante (es gibt eine quadratische und eine längliche Variante des Tuches), würde ich als Gürtel tragen. Gerade auch im Sommer, wenn der Rest des Outfits einfarbig ist, kann so ein buntes Tuch ein toller Eyecatcher sein. Was auch super aussieht, ist, wenn man es sich in die Haare bindet, mit einer süßen Zopffrisur zum Beispiel. Das quadratische würde ich klassisch um den Hals tragen oder auch als Hingucker an einer schlichten Tasche. Ein tolles Tuch kann so viel tun für ein Outfit, es ist der großflächigere Schmuck, mit dem sich interessante Looks kreieren lassen.

  1. Was ist Ihre Lieblingsfarbe?

Wenn man in meinen Kleiderschrank guckt: Weiß und Creme. Ansonsten habe ich nicht so richtig eine Lieblingsfarbe. Ich mag die Kombination aus verschiedenen Farben gerne. Zum Beispiel Weiß mit Khaki oder Rosa mit Weiß. Also ich habe eher Farbduo-Favoriten. Aber um es jetzt auf eine Farbe zu bringen, dann Weiß, bzw. Creme.

  1. Wie würde Ihr perfektes Outfit für einen Tag im Sommer am Cap Ferret aussehen?

Ein schönes luftiges Kleid, natürlich in Weiß (lacht), dazu Stroh-Accessoires wie einen Hut oder eine Tasche und dann ein schönes Tuch als Fokus des Outfits dazu. Also Dinge aus fließenden Materialien, das symbolisiert für mich Leichtigkeit und Sommer.

  1. Und dazu: Badeanzug oder Bikini?

(Überlegt kurz) Badeanzug! Mein Bauch ist noch nicht bereit für einen Bikini (lacht).

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Annemarie Uchmann

Interview mit Junior Brand Manager Lillet Deutschland


Gründungsmythos Lillet?

Die Brüder Paul und Raymond Lillet gründeten im Jahr 1827 das Unternehmen «Maison Lillet» in Podensac bei Bordeaux. In der Kellerei des Hauses entwickelten die beiden Spirituosenhändler den ersten und einzigen Aperitif aus Bordeaux. Von hier aus begeisterte Lillet mit seiner einzigartigen Rezeptur die Straßen von Paris, London und New York und wird bis heute von eleganten, «savoir-vivre» liebenden Genießern getrunken.

Unsere Geschichte findest du auch unter folgendem Link in einem sehr schönen Video:
https://www.youtube.com/watch?v=Jjx-Vv0g0rM

Wie funktioniert Spirituosenherstellung heute? Wo wird produziert? Wohin exportiert?

Lillet wird damals wie heute unter strenger Einhaltung der Originalrezeptur in Podensac, einem kleinen Ort südlich von Bordeaux, hergestellt. Die einzigartige Zusammenführung sorgfältig ausgewählter Weine der Region kombiniert mit natürlich hergestellten Fruchtlikören trifft nicht nur den Geschmack Frankreichs, sondern zugleich den stilbewussten Ladies auf der ganzen Welt. Lillet ist mittlerweile in Kanada, den USA, Russland aber auch Italien oder Spanien erhältlich.

Die Herzstücke des weinbasierten Aperitifs bilden die handverlesenen, regionalen Semillon‐ und Sauvignon Blanc‐Trauben für den goldgelben Lillet Blanc und die Merlot‐ und Cabernet- Trauben für den rubinroten Lillet Rouge. Der reichhaltige Fruchtlikör wird aus Süß‐ und Bitterorangen, Sternanis, Rohrzucker sowie Chinarinde bester Qualität hergestellt.

Nach altem Familienrezept aus dem 19. Jahrhundert werden mittels der eigens kreierten «Vinierung» die fertigen Fruchtliköre mit Wein versetzt. Die Assemblage aus 85% Wein und 15% Fruchtliköranteil wird bis zur vollständigen Homogenisierung gerührt und reift zwischen acht und zwölf Monaten in Eichenfässern. Das Ergebnis: der fruchtige Geschmack von Lillet mit seinen kräftigen Weinen und langanhaltenden Aromen.

Kaufen Sie selbst Produkte der Marke? Warum?

Ich habe immer eine Flasche Lillet bei mir zuhause, da ich es perfekt für jeden Anlass finde. Ganz einfach mit Tonic Water oder Schweppes Russian Wildberry gemixt, habe ich jederzeit einen fruchtig-frischen Drink für spontanen Besuch zuhause. Mein persönlicher Favorit ist Lillet Rosé.

Wer ist die Zielgruppe?

Unsere Kommunikationszielgruppe ist vorrangig weiblich im Alter von 35 bis 49 Jahren. Die Lillet Frau ist urban und interessiert sich für Trends aus Kultur, Mode, Beauty und damit auch für französischen Zeitgeist. Sie liebt stilvolle Drinks wie den Lillet Vive oder Lillet Berry und genießt diese am liebsten in anregender Gesellschaft.

Worin besteht Lillets Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Herstellern?

Lillet ist ein Aperitif und mit seinen 17% Alkoholgehalt ein leichtes Getränk – somit perfekt für den Sommer. Außerdem ist unser Weinaperitif unheimlich vielseitig: ich kann Lillet pur auf Eis oder als Zutat in einem Cocktail trinken. Mit seiner langen französischen Historie ist Lillet außerdem eine sehr authentische Marke. Ich empfehle jedem, der sich in der Nähe von Bordeaux aufhält und etwas Zeit hat, einen Besuch nach Podensac zu machen. Es ist einzigartig.

Welche besonderen Ansprüche stellt der Markt?

Der Aperitif-Markt ist vor allem durch die stetige Nachfrage nach verschiedenen Geschmacksrichtungen getrieben. Gerade bei Aperitifs spielen Drinks mit geringen Alkoholgehalt eine sehr wichtige Rolle. Mit Lillet gehen wir genau auf diese Ansprüche ein.

Was sind sensible Themen?

Lillet ist Teil des Portfolios von Pernod Ricard und als deutscher Marktführer im Bereich Premiumspirituosen ist man sich seiner besonderen Verantwortung gegenüber Konsumenten, Kunden, Partnern und dem gesellschaftlichen Umfeld bewusst. Wir fördern mit unserem Engagement eine verantwortungsbewusste, genussorientierte Trinkkultur, daher lautet unser Unternehmenscredo: „Genuss mit Verantwortung“.

Bei uns werden viele Ressourcen und viel Herzblut in Kampagnen gesteckt, die helfen, übermäßigen Alkoholkonsum zu reduzieren und langfristig zu verhindern.

Welche Ziele verfolgt die Marke?

Lillet möchte sich ganz klar in der Zielgruppe als Nr.1 bei der Wahl eines fruchtig-frischen und anspruchsvollen Aperitifs etablieren. Das bezieht sich sowohl auf die Bestellung eines stilvollen Sommerdrinks auf den Terrassen Deutschlands, als auch auf den Kauf im Supermarkt.

Wonach richtet sich das Verpackungsdesign?

Unser Flaschendesign spiegelt vor allem die lange Historie Lillets und dessen Ursprung wieder. Es ist authentisch und steht trotzdem für ein einzigartiges und hochwertiges Design, das uns ganz klar vom Wettbewerb abgrenzt.

Wo sind die Produkte erhältlich?

Lillet ist im deutschen Fachhandel sowie in gut sortierten Geschäften im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich. Natürlich findest du Lillet auch in der Gastronomie.

Welche Unternehmenskultur lebt Lillet/Pernod Ricard?

Der französische Ausdruck „Convivialité“ beschreibt in einem Wort die Unternehmensphilosophie. Auf den ersten Blick nicht greifbar wird sie jedoch von allen Mitarbeitern gelebt und erlebbar gemacht. Für uns bedeutet das mehr, als nur eine einmalige Unternehmenskultur zu teilen. Unsere Vision steht zum einen für unsere Arbeitsweise und zum anderen für unseren Umgang miteinander innerhalb des Unternehmens aber auch mit unseren Partnern, Kunden und der Öffentlichkeit.

Pernod Ricard möchte Menschen zusammenführen und ein freundliches Miteinander sowie das Gefühl der Zusammengehörigkeit schaffen. In diesem Sinne ist Teamwork sowie unternehmerisches und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein ein besonderes Anliegen im Unternehmen

Jeder Pernod Ricard Mitarbeiter wird zu stetiger Innovation ermutigt, um den Kunden einzigartige Erlebnisse mit erstklassigen Premiumprodukten anbieten zu können.

Worin liegen Chancen/Herausforderungen, mehr als 31 Marken allein in Deutschland zu betreuen?

Unsere Stärke ist natürlich gerade die Ausgewogenheit unseres Portfolios, das mit seiner Vielfalt dem Unternehmen als Marktführer gerecht wird. Das Sortiment erstreckt sich vom Aperitif über Rum, Gin, Champagner, Likör und Whisk(e)y bis hin zu Wodka und Tequila. Jede Marke hat ihre eigene Historie und steht für teilweise jahrhundertealte Tradition. Unveränderte, alte Originalrezepte sind der Garant für gleichbleibende Qualität. Die Marken werden jeweils lokal produziert.

Die Herausforderung besteht darin, Trends zu erkennen und zu setzen, dabei höchste Qualität zu bieten und wirtschaftlich konkurrenzfähig zu bleiben. Die Marktgegebenheiten werden sich immer weiter verändern, und auch die Bedürfnisse unserer Konsumenten werden immer schnelllebiger. Dabei ist unsere Produktvielfalt gleichzeitig eine Chance, da wir so die meisten Trends bedienen können. Bei der Vielzahl an Marken gilt es dabei immer wieder Strukturen zu analysieren und zu optimieren, sowie sich neuen Marktgegebenheiten anzupassen
Wir verfolgen grundsätzlich eine Premiumisierungsstrategie und priorisieren weniger einzelne Segmente. Als innovationsgetriebenes Unternehmen sind wir natürlich bestrebt, immer wieder neue Akzente am Markt zu setzen. Eine Zukunftsmarke wie Lillet ist in diesem Zusammenhang beispielhaft zu nennen.

Worin besteht der Reiz eines Designwettbewerbs?

Für uns ist es vor allem wichtig jungen und kreativen Designern eine Plattform zu bieten. Mit diesem Designwettbewerb haben die Studenten der AMD nicht nur die Möglichkeit sich ein Netzwerk in der Fashion-Branche aufzubauen, sondern auch tolle Designs in ihr Portfolio aufzunehmen. Das Highlight ist natürlich, dass das Gewinnertuch dann auch tatsächlich produziert und verkauft wird. Die Nachwuchsförderung ist für uns ein wichtiges Thema, das wir auch in der Zukunft weiterhin verfolgen möchten.

Wo wird der Schal erhältlich sein?

Der Gewinner-Schal unseres Designwettbewerbs wird im Online-Shop von Jades24.com erhältlich sein. Außerdem wird unser Jury-Mitglied Nina Schwichtenberg den Schal ebenfalls in ihrem Online-Shop unter www.fashiioncarpet.com verlinken.

Der Schal wird allerdings nur in einer limitierten Auflage produziert. Beim Kauf sollte man also nicht allzu lange warten.

Wird es in Zukunft weitere Wettbewerbe / Kooperationen mit der Modebranche geben?

Auf jeden Fall. Wir sind begeistert von den tollen Ergebnissen aller Studenten und fasziniert wie verschieden das Thema von den Gruppen interpretiert worden ist. In der Zukunft möchten wir mit der Marke Lillet den Nachwuchs der Modebranche weiterhin fördern.

Spieglein, Spieglein an der Wand…


…wer hat bis dato das beste Design im Lillet Land? Das war die entscheidende Frage für die Designer zur Zwischenpräsentation an der AMD in Düsseldorf. Sie präsentierten ihre Vorentwürfe vor der kritischen Jury.

Es wird langsam leise im Raum. An der Wand hängen Bilder von Kollektionen, an der anderen Stoffproben und Entwurfsskizzen. Die Jury, darunter die Bloggerin Nina Schwichtenberg, nimmt in der ersten Reihe Platz, die Designteams dahinter. Das Tuscheln verstummt. Ganz vorne eine weiße Wand, eingefärbt durch die Projektion des Beamers. Die Reise durch farbenfrohe Designs geht los – die Zwischenpräsentation der verschiedenen Motive für das Lillet Tuch beginnt. Sechs Präsentationen, sechs Zweierteams, jedes hat etwa 15 Minuten.

Einige Motive wurden bereits auf festes Papier in Originalgröße ausgedruckt, sodass sich die Jury einen besseren Eindruck von den Einzelheiten verschaffen kann. Außerdem wirken die Farben und die Motive der liebevoll gestalteten Designs so viel besser. Jedes Team stellt drei verschiedene Variationen vor. Mit dem „perfekten Moment“ startet der erste Vortrag. Das ist einer der Inspirationen von Laura und Lucia. Der perfekte Moment an einem angenehmen Sommerabend am Meer mit Freunden, einem guten Wein und vielen tollen Momenten. Darauf folgt ein Design im Pop-Art-Stil. Flaschen mit Gesichtern, die sich lebendig zu unterhalten scheinen. Eine ausgefallene und ebenso kreativ toll umgesetzte Idee. Die Designs für die Tücher sind bunt und mit aufwendigen Illustrationen versehen. Die meisten Motive sind selbst gezeichnet und im Anschluss digitalisiert.

Die Inspirationsquellen reichen von der Geschichte Lillets über die Zutaten – wie bei Julia und Conny – bis zu den Farben des Ozeans und den Kopf einer eleganten Frau wie bei Jana und Antonia. Typografie, Farben, Musterungen, Illustrationen – die Designstudenten haben den Interpretationsspielraum des Getränkeherstellers kreativ voll ausgeschöpft. Mal poppig bunt, mal pastellig, mal abstrakt. Hier und da ein zufriedenes Lächeln und staunende Blicke. Die Stimmung ist heiter und die Jury ist beeindruckt. Bei der Besprechungsrunde fällt es allen Jurymitgliedern sichtlich schwer, sich für jeweils ein Design pro Team zu entscheiden. Doch am Ende soll nur an jeweils einem Motiv weitergearbeitet werden. Ein paar Änderungen an der Farbpalette oder an kleinen Details der dargestellten Zutaten sind die Tipps, die sie bekommen. Mit diesen Vorgaben gehen die jungen Studenten in die nächste Runde des Wettbewerbs und arbeiten nun auf die finale Präsentation hin.

Work in Progress


Die ersten Wochen unseres Design-Wettbewerbs sind nun vergangen. Es wurde gebrainstormt, geplant und ausprobiert. Aus den anfänglich abstrakten Ideen sind nach und nach optimierte Entwürfe entstanden. Die Herausforderung dabei: die Kreativität der Teampartner unter einen Hut zu bringen und aus zwei Stilen einen neuen zu erschaffen. Die Konzepte sind in Worte gefasst, nun geht es an die Umsetzung.

Inside AMD


Nicht gut genug für eine staatliche Universität? Der Abschluss gekauft? Von wegen! Angestaubte Vorurteile gegen private Hochschulen gibt es zahlreiche, doch es lohnt sich ein frischer Blick hinter die Kulissen. Drei Studierende erzählen aus ihrem Uni-Alltag, von Klischees, Studieninhalten und ihren persönlichen Zielen. Und wem das nicht reicht, der kann sich selbst ein Bild machen. Zum Beispiel beim diesjährigen Open House Day am 21.05.2016 oder der alljährlichen Graduate Fashion Show EXIT.

Anna, 21
Studiengang / Semester: Modejournalismus / Medienkommunikation, 4. Semester
Warum AMD? Ich wollte unbedingt Modejournalismus studieren. Ein Studiengang, der in dieser Form nur an der AMD angeboten wird.
Klischee Privatuni? Erwähnt man das private Studium, kommen schiefe Blicke. Ich versuche es zu vermeiden oder sage dazu, dass ich nebenbei 25 Stunden die Woche arbeite.
Das stimmt tatsächlich: Manche bekommen wirklich alles von Mama und Papa bezahlt und haben noch nie gearbeitet.
Den Uni-Alltag verbringe ich mit: Lernen, lernen, lernen. Der Unterricht ist sehr abwechslungsreich, manche Tage voller Lernstoff, andere ruhiger. Im großen Ganzen lernen wir alles über Journalismus, Modetheorie und -geschichte, ergänzt durch Sprachen und Marketing.
Ich werde ständig gefragt: Gehst du dann zur Vogue wie Anna Wintour? Du heißt ja auch Anna.
Wo geht die Reise hin? Hoffentlich zu einem coolen Blog / einer Online-Plattform als Social Media-Tante oder Redakteurin.

Viola, 22
Studiengang / Semester: Mode Design, 4. Semester
Warum AMD? Bei anderen Unis hatte ich das Gefühl, dass viel Falsches versprochen wird. Hier hatte ich vor der Bewerbung eine gute Beratung von Frau Ebert-Hesse. Zudem liegt die AMD nah an meinem Heimatort.
Klischee Privatuni? Man sieht, wer was studiert. Die Modemanager sind zum Beispiel sehr aufgedresst, der Rest eher lässiger.
Den Uni-Alltag verbringe ich mit: Zeichnen. In der Uni und Zuhause zeichne ich Skizzen, erstelle Collagen und arbeite an Schnitten.
Ich werde ständig gefragt: Wo arbeitest du dann später? Design ist doch bestimmt nicht so schwer? Und: Ihr Designer seid immer alle auf den Fashion Weeks, oder?
Wo geht die Reise hin? Zunächst ins Praktikum, danach möchte ich als angestellte Designerin kommerziell arbeiten.

Alicia, 20
Studiengang / Semester: Mode- und Designmanagement, 2. Semester
Warum AMD? Der Standort ist nah an meinem Zuhause, ich wollte nicht so weit weg. Mich hat vor allem die Mischung aus Management und Kreativem überzeugt, zudem fühle ich mich in den Lerngruppen sehr wohl. Die sind deutlich kleiner als an staatlichen Unis, sodass die Profs besser auf den Einzelnen eingehen können.
Klischee Privatuni? Man zahlt viel Geld und lernt wenig. Oder ist einfach nicht gut genug für eine staatliche Uni.
Das stimmt tatsächlich: Tatsächlich machen wir mehr als in manchen „staatlichen“ Studiengängen, alleine durch den großen Praxisanteil.
Den Uni-Alltag verbringe ich mit: Ganz klassisch mit BWL, Marketing und Statistik, später kommen VWL und Finanzierung dazu. Auf der anderen Seite Praxis: Arbeit mit Visuellem, zum Beispiel den Adobe-Programmen. Wir gestalten eigene Lookbooks und lernen nähen. Im Moment nähen wir einen Rock nach eigenem Maß
Ich werde ständig gefragt: Und was machst du später dann damit?
Wo geht die Reise hin? Richtung Marketing und Vertrieb.

http://www.amdnet.de/

Sechs Design-Teams, sechs Fragen – Volume 2


Die Modedesignstudentinnen berichten von kreativem Chaos, Karl Lagerfeld und persönlichen Herausforderungen

Jana (22) und Antonia (21) machen keine großen Pläne. Ihr Motto: „Hauptsache man ist glücklich, egal wo einen der Weg hinführt“. Auch bei ihrem Lillet-Tuchentwurf haben die jungen Designerinnen sich noch nicht festgelegt. Den Sommer wollen sie einfangen und sonst einfach mal schauen, wohin die Reise geht.

Eure Inspiration für das Tuch?
Jana & Antonia: Natur und Frankreich. Mehr verraten wir noch nicht.

Warum nehmt ihr an dem Wettbewerb teil?
Jana & Antonia: Weil Lillet uns eine spannende Aufgabe gestellt hat und diese Erfahrung eine gute Erweiterung für unser Portfolio ist.

Was ist euch bei der Teamarbeit besonders wichtig?
Jana & Antonia: Das Verbinden unserer Ideen, so unterschiedlich sie auch manchmal sein mögen.

Was ist der zäheste Part im Designprozess?
Jana & Antonia: Unsere Konzepte in Worten zu fassen.

Hat jeder bestimmte Aufgaben in der Gruppe?
Jana & Antonia: Nein, wir versuchen alles zusammen zu machen.

Was war euer erster Berufswunsch?
Antonia: Ich wollte früher immer Tierärztin werden.
Jana: Wie jedes Mädchen natürlich Prinzessin!

In dem Workshop sehen Franziska (21) und Julia (23) eine große Chance, vor allem aber die gemeinsame Erfahrung. Bei dieser verhelfen sich die beiden Freundinnen zu mehr als nur zu neuen Ideen.

Wo seht ihr euch in zehn Jahren?
Franziska & Julia: Wir wollen gemeinsam eine Printagentur in Berlin eröffnen und uns den Posten der Geschäftsführerin teilen.

Wann wäre der perfekte Anlass, um euer Tuch zu tragen?
Franziska & Julia: Wenn man schick sein möchte, gleichzeitig aber auch ein wenig cool.

Welche Drucktechnik habt ihr gewählt und weshalb?
Franziska und Julia: Wir haben uns für den Digitaldruck aufgrund seiner hohen Farbenvielfalt entschieden. Er verleiht uns die ultimative künstlerische Freiheit.

Mit welchem Wort würdet ihr eure Teampartnerin beschreiben?
Franziska & Julia: Julia/Franziska verleiht Flügel.

Letzter Drücker oder früher Vogel?
Franziska & Julia: Am ehesten trifft es wohl Vogel mit Umwegen.

Wer sind eure Vorbilder? Weshalb?
Franziska & Julia: Indianer und Buddha – Dankbarkeit und Bescheidenheit.

Gestalten bedeutet für Sinja (22) und Christina (22), ihren Emotionen und Ideen Ausdruck verleihen zu können. Gemeinsam mit Lillet wollen sie sich nun neuen Herausforderungen wie beispielsweise dem Umgang mit Kunden stellen.

Eine Frage, die ihr Karl Lagerfeld stellen dürftet?
Sinja & Christina: Wie wird es für Chanel weitergehen, wenn Sie Ihre Position eines Tages verlassen?

Welches Gefühl verbindet ihr mit Lillet?
Sinja & Christina: Das Gefühl von entspannter Leichtigkeit an einem sommerlichen Abend.

Seid ihr euch immer sofort einig?
Sinja & Christina: Wir sind uns sehr schnell einig, jedoch fordern wir unsere Ideen gegenseitig heraus, indem wir sie kritisch hinterfragen.

Lieber ein Strandspaziergang bei Sonnenuntergang oder ein Fallschirmsprung?
Sinja & Christina: Dann doch lieber der Strandspaziergang.

Was näht ihr am liebsten?
Sinja: Am liebsten nähe ich die Kleidung, die sich meine beste Freundin von mir wünscht.
Christina: Stickerei und Verzierungen machen mir am meisten Spaß.

Etwas, auf das ihr stolz seid?
Sinja & Christina: Wir sind stolz, ein Teil der Kreativbranche zu sein und unseren Teil dazu beitragen zu dürfen.

Sechs Design-Teams, sechs Fragen – Volume 1


Die teilnehmenden Modedesignstudentinnen stellen sich und ihre Gruppendynamik vor

Wenn die Studentinnen Leyla (33) und Carla (25) Modeikone Karl Lagerfeld eine Frage stellen dürften, dann wäre das: „Können wir Ihnen gleich 100 Fragen stellen?“ Jetzt sind allerdings erst mal die beiden Nachwuchsdesignerinnen mit dem Beantworten der ein oder anderen Frage an der Reihe.

Wenn ihr eurem Team einen Namen geben würdet, welcher wäre das?
Leyla & Carla: Nous, frz. „Wir“.

Welches Gefühl verbindet ihr mit Lillet?
Clara: Purer Genuss.
Leyla: Ich verbinde mit Lillet Entspannung, Urlaub und Unterhaltung mit Freunden am Feierabend.

Hat jeder bestimmte Aufgaben in der Gruppe?
Leyla & Carla: Nein, in der Anfangsphase ist es wichtig viel auszuprobieren. Anschließend würfeln wir unsere Ideen zusammen und optimieren sie.

Wann wäre der perfekte Anlass, um euer Lillet-Tuch zu tragen?
Leyla & Carla: Der perfekte Anlass beginnt mit dem Anlegen des Lillet-Tuchs.

Gestalten bedeutet für mich…
Clara: …tiefe Entspannung und hohe Konzentration zugleich.
Leyla: …neue Ideen finden, die Vernunft ausschalten und frei arbeiten.

Wer sind eure Vorbilder? Weshalb?
Clara: Yohji Yamamoto und Rei Kawakubo aufgrund ihrer unkonventionellen Art.
Leyla: Da ich mich sehr für die Drapage und Dekonstruktion interessiere, gehört Alexander Wang zu meinen Vorbildern. Ihm gelingt es immer wieder, neue Formen zu schaffen.

Lauras (24) und Lucias (25) größte Inspiration für diesen Workshop ist der Geschmack von Lillet. Geselligkeit, Sonne, Leichtigkeit – die Beiden haben direkt genaue Farben und Momente vor Augen und somit die ideale Grundvoraussetzungen für die kommende Aufgabe.

Warum nehmt ihr an dem Wettbewerb teil?
Laura & Lucia: Wir interessieren uns beide für Stoffdesign und haben bereits Erfahrung in diesem Bereich gesammelt. Das Ganze ist eine unheimlich interessante Aufgabe und Lillet ein modernes Getränk, welches uns anspricht.

Mit welchem Wort würdet ihr eure Teampartnerin beschreiben?
Laura: Zeichenwunder.
Lucia: Knallig.

Seid ihr euch immer sofort einig?
Laura & Lucia: Nein, aber wir sind kompromissbereit.

Ihr konntet euch zwischen Digitalprint und Screenprinting entscheiden. Welche Drucktechnik habt ihr gewählt und weshalb?
Laura & Lucia: Wir haben den Digitaldruck gewählt, weil er uns viele Möglichkeiten und ein breites Farbspektrum bietet. Außerdem passt er einfach am besten zu unserem Design.

Was ist der zäheste Part am Designprozess?
Laura & Lucia: Finale Entscheidungen.

Wo seht ihr euch in 10 Jahren?
Laura: Mit einem eigenen Label.
Lucia: Möglichst zufrieden beim Ausleben meiner Kreativität.

Einen Schlachtruf haben Julia (22) und Cornelia (21) nicht. Den Gedanken, sich gegenseitig anzubrüllen, finden die Nachwuchsdesignerinnen eher gruselig. Sie wollen sich voll und ganz aufeinander verlassen können.

Was ist euch bei der Teamarbeit besonders wichtig?
Julia & Cornelia: Aus zwei Stilen einen zu machen und Konflikte schnell über Bord zu werfen.

Letzter Drücker oder früher Vogel?
Julia & Cornelia: Früher Vogel – Stress wirkt sich negativ auf den kreativen Prozess aus.

Lieber ein Strandspaziergang bei Sonnenuntergang oder ein Fallschirmsprung?
Julia & Cornelia: Wir denken beides hat seinen Charme.

Was war euer erster Berufswunsch?
Cornelia: Der erste ernsthafte Wunsch war Designerin.
Julia: Ich wollte früher Maskenbildnerin werden.

Was näht ihr am liebsten und weshalb?
Cornelia: Dessous sind meine Leidenschaft.
Julia: Ich nähe gerne mit der Hand, am liebsten kleine Perlendetails.

Etwas, auf das ihr stolz seid?
Cornelia: Mit der Kollektion vom 3. Semester bin ich sehr zufrieden.
Julia: Man kann auf alles stolz sein, wobei man sich Mühe gegeben hat.

Die Jury des Design Workshops


Jeder anständige Wettbewerb steht unter dem strengen Auge einer ausgewählten Jury, die am Ende das Resultat aus Schweiß und Tränen bewertet − so auch beim Design Workshop. Vorhang auf!

Alles beginnt auf dem Papier. Hier fängt der französische Designer Benjamin Graindorge Inspiration und Emotion ein, ehe sich seine Sketche zum fertigen Design entwickeln. Ein Prozess, der gut eineinhalb Jahre dauern kann. Graindorge liebt die Natur und ihre Strukturen, die vom Graswuchs bis zum Wolkengang endlos vielfältig sind. Diese fängt er mit seinen Arbeiten ein, für die er auf nachhaltige Materialien wie Holz, Glas und Keramik setzt. (http://www.benjamingraindorge.fr/)

Als Lillet Brand Manager ist Julie Provansal mit dem „point of view“ der Marke bestens vertraut. Sie reizt die Neuinterpretation des Spirituosenbrands durch die Designstudenten, deren Arbeiten auf einem neuen Blickwinkel basieren. Das Projekt am Standort Düsseldorf zu realisieren, ist nicht nur Gelegenheit, eine Brücke zu Mode und Design zu schlagen, sondern den deutschen Markt mit dem französischen Aperitif aufzumischen. (http://www.pernodricard.de/)

Studienorganisation, Qualitätsmanagement, Lillet Design Workshop − die Liste von Christine Kubattas Projekten ist lang. Als AMD-Standortleiterin ist sie Knotenpunkt zwischen Studierenden, Alumni, Dozenten, Wirtschaftsförderern und Projektpartnern. Düsseldorfs Heimvorteil sieht sie weniger im verschmähten Kö-Chic, als in der kulturellen Vielfalt aus Nachwuchskünstlern, Museumslandschaft und Straßen- und Stadtbildern, die vor allem in jungen Vierteln wie Flingern und Unterbilk gedeihen. Einflüsse, die auch an der AMD Düsseldorf in der Mode der Studierenden lebendig werden und Statements setzen. (http://www.amdnet.de/)

Getreu dem Motto „Life is a runway – walk it!“ bloggt Nina Schwichtenberg seit 2012 über modische Highlights und persönliche Erlebnisse. Neben zahlreicher Outfit-Postings gibt die 25-Jährige Tipps für angehende Blogger und Einblicke in ihre Reisen. Die gebürtige Kielerin lebt seit Abschluss ihres Textil-/Germanistikstudiums in München, ist aber eigentlich ständig unterwegs. Zuletzt während der Modewochen in Paris und Mailand, nächstes Ziel ist Dallas. (http://fashiioncarpet.com/)

Vier Juroren, vier unterschiedliche Expertisen des Spirits Lillets. Gemeinsam ergänzen sie sich zu einer vielfältigen Mischung, die ihresgleichen sucht.

Emotionen der Natur


Er fällt auf in dem Raum voller Menschen, denn er ist größer, als die meisten von ihnen. Ich sehe ein kleines Lächeln über seine Lippen huschen. Er wirkt ein wenig nervös. Und trotzdem strahlt er Ruhe aus, die sofort eine entspannte Atmosphäre schafft.

Mit seiner ruhigen Art und dem dunklen Vollbart erinnert er mich ein wenig an den Förster aus meinem Heimatdorf. Die beiden würden sich sicherlich gut verstehen, denn Benjamin Graindorge lebt zwar in der Metropole Paris, liebt jedoch die Natur. Für den 35-jährigen Künstler aus Frankreich ist die Natur, ihre Beschaffenheit und die Gefühle, die sie vermittelt, eine große Inspirationsquelle.

Für Lillet hat er das Objekt „L’Arche“ geschaffen. Eine Holzbank mit extra angefertigten Segeln, die das freie Gefühl des Ozeans widerspiegeln soll. Während des Launch-Events habe ich die Möglichkeit, mich ein wenig mit ihm über seine Arbeit zu unterhalten. Wir gehen in einen anderen Raum, weg von den vielen Menschen. Denn gute Gespräche brauchen ein wenig Ruhe.

Benjamin Graindorge setzt sich auf den Stuhl neben mir. Es ist einer der Räume, in denen sonst die jungen Designstudenten der AMD ihre Kreationen entwickeln. Ein lustiger Zufall, ausgerechnet in diesem Raum ein Interview mit einem bereits sehr erfolgreichen Designer zu führen. Graindorge lächelt immer noch. Schon nach der ersten Frage wird deutlich, wie sehr er seine Arbeit als Künstler schätzt und wie sehr sie ihm am Herzen liegt. „Es ist keine Wahl, Künstler zu werden.“ Er sieht meinen Gesichtsausdruck und fährt fort: „Es ist eine Entscheidung, für die man sich nicht entscheidet, sondern die einfach feststeht.“ Er liebt den Umgang mit Materialien und Technologie und er liebt den Umgang, mit den Menschen, die er durch seine Arbeit trifft. Seine Ideen entstehen nicht in seinem Kopf. Sie entstehen aus den Emotionen, die er zeichnet. Emotionen, die er aufs Papier bringt und aus denen er die Formen für seine Kunstwerke ableitet. Ein wenig skurril und ebenso beeindruckend, diese Art von Design.

Auf die Frage, was er an seinem Beruf hasst, lacht er. Kein lautes Lachen, mehr ein breites Schmunzeln. „Manchmal ist es schwer einen guten Anfang zu finden, meine Gedankengänge in die Realität umzusetzen“, antwortet er. Der Prozess von einer Emotion, einem Gefühl bis zum Endprodukt, dauert meist mehrere Monate, manchmal sogar ein bis zwei Jahre. Vor allem die Wahl des richtigen Materials spielt für den jungen Franzosen eine wichtige Rolle.

Er setzt auf hochwertige und nachhaltige Produkte. „Hier in Europa ist man als Künstler noch nicht so sehr diesem schnelllebigen Markt unterworfen wie zum Beispiel in China“, erklärt er „Wir haben eher die Möglichkeit etwas zu entwickeln, was lange lebt, wovon man lange etwas hat.“ Seine Hände bewegen sich in einem sanften Rhythmus zu dem, was er erzählt. Dadurch zieht er seine Gesprächspartner mit in seine Welt, eine Welt der künstlerischen Emotionen. Emotionen, die uns die Natur vermittelt. Und die Benjamin Graindorge umsetzt in ausgefallene und einzigartige Designerstücke.